Die Fata Morgana aus Rom

Die Fata Morgana aus Rom


Wenn der Papst in Großbritannien oder anderswo einfliegt, wird er als Staatsoberhaupt behandelt. Doch das ist eine Fiktion. Der Vatikan ist nichts anderes als ein bebauter Garten und die Bevölkerung besteht aus den jeweils diensthabenden Päpsten und Prälaten und ihren Haushälterinnen. Den Staatscharakter bekam das Prälatenviertel Roms durch eine der finstersten Gestalten des vorigen Jahrhunderts verliehen, durch den italienischen Diktator Benito Mussolini, der mit der römischen Kirche gemeinsame Sache bei der Zerstörung der italienischen Demokratie machte. Die destruktive Energie von damals wirkt bis heute nach, wenn es immer wieder vorkommt, dass Straftäter aus den Reihen der vatikanischen Bewohner unter Berufung auf die staatliche Immunität der italienischen Justiz entzogen werden. Mit Recht verlangt der ehemalige UN-Richter und Menschenrechtsexperte Geoffrey Robertson, die Fiktion, dass die Vatikanstadt ein Staat sei, endlich aufzugeben.

Der Papst ist kein Staatsoberhaupt, sondern der Chef aller Katholiken dieser Welt. In dieser Funktion sollte er sich freilich nicht als Stellvertreter Christi ausgeben. Denn auch das ist eine Fiktion: Jesus von Nazareth hat keinen Stellvertreter installiert und wollte auch von Priestern und Prälaten nichts wissen. Die Priesterkaste Seiner Zeit ließ Ihn umbringen und die Priesterkaste von heute hat Ihn ebenfalls längst verraten.

Deshalb sollte sich die Vereinigung, der der Papst vorsteht, auch nicht christlich nennen. Denn auch das ist nichts anderes als die Vorspiegelung falscher Tatsachen. Ein protziger Kirchenkonzern, dessen Repräsentanten sich in vergoldeten Palästen und in heidnischen Ritualen feiern lassen, haben mit dem Nazarener nichts gemein, ganz zu schweigen von den schweren Verbrechen, die durch und in dieser Organisation in Vergangenheit und Gegenwart begangen wurden bzw. werden. Während der Papst in Großbritannien einfliegt, erschüttert die Aufdeckung sexueller Gewalt katholischer Priester gegen Hunderte von Kindern und Jugendlichen die belgische Öffentlichkeit. Und auch in Deutschland werden am laufenden Band neue Verbrechen von Kinderschändung bekannt.

Da der jetzige Papst der Chef der katholischen Kinderschänder und einer der Hauptverantwortlichen für das lange Verschweigen und Vertuschen der Verbrechen ist, will ihn der Londoner Philosoph Prof. Anthony Grayling bei seinem Besuch in England verhaften lassen. Aber dagegen hilft dem Schirmherrn pädophiler Priester wieder die Fiktion, dass er ein Staatsoberhaupt sei. Es wird Zeit, dass sich diese Fata Morgana endlich auflöst.

nach oben Druckversion
© 2009 Universelles Leben e.V. • E-Mail: info@universelles-leben.orgImpressum
Advertisements

Wer ist der Vater der Lüge? – Offener Brief an Bischof Mixa

Freie Christen für den Christus der Bergpredigt in allen Kulturen weltweit Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld

Pressemitteilung 1.4.2010

Wer ist der Vater der Lüge ?

Offener Brief an Bischof Mixa

Die Berichte über römisch-katholische und evangelische Geistliche, die Kinder in Deutschland misshandelt und missbraucht haben, reißen nicht ab. Nun geraten zusehends auch prominente Priester ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

Walter Mixa, der umstrittene Bischof von Augsburg, wird von ehemaligen Heimkindern beschuldigt, Gewalt gegen Heimkinder angewendet zu haben. Das Bistum Augsburg wies die Vorwürfe als „absurd“ und als „Versuch der Diffamierung“ zurück und behielt sich rechtliche Schritte vor.

Das Verhalten des Bischofs und die Reaktion des Bistums Augsburg veranlassten die Freien Christen für den Christus der Bergpredigt zu folgendem Offenen Brief an Walter Mixa:

Sehr geehrter Herr Bischof Mixa,

die Kirchenskandale um missbrauchte und geschlagene Kinder reißen seit Beginn 2010 in Deutschland nicht mehr ab. Nach Vorwürfen, die den Papst treffen und Ungereimtheiten, die dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Dr. Robert Zollitsch, vorgehalten werden, erreichen nun die Skandale auch Sie als den Augsburger Bischof.

Fünf ehemalige Heimkinder haben eidesstattliche Erklärungen abgegeben, dass sie von Ihnen als dem ehemaligen Stadtpfarrer von Schrobenhausen auf Veranlassung der Nonnen geschlagen wurden. Die Drohung der Nonnen gegen die Kinder hieß sinngemäß: „Warte nur, bis der Stadtpfarrer kommt!“ Wenn er dann kam, habe er sie mit der Hand, mit der Faust, mit dem Kochlöffel, einem Stock oder mit einem Teppichklopfer geschlagen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Sie ließen Ihr Ordinariat entgegnen, diese eidesstattlichen Versicherungen seien „absurd, unwahr und offenbar in der Absicht erfunden“ (also gelogen), „den Bischof persönlich zu diffamieren“.

Jedoch wurde am folgenden Tag eine weitere eidesstattliche Erklärung mit gleichen Anschuldigungen öffentlich.

Nun stellt sich die Frage:

Wer ist der Vater der Lüge?

Nach biblischer Aussage, die für die katholische Kirche maßgeblich ist, ist dies der Teufel. Und die weitere Frage lautet:

Sind nun Sie der Diener des Teufels?

Oder sind die geschlagenen Kinder Teufelskinder?

Eines steht fest: Nur eines von beiden kann wahr sein. Weltweit sind jetzt alle Augen nach Augsburg gerichtet, um zu sehen, ob sich die Anschuldigungen halten lassen oder nicht. Wir sind sehr gespannt, wie es ausgeht.

Nähere Informationen: www.christus-oder-kirche.de

Telefon 09391-50 42 13

Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner


Karlheinz Deschner / Foto © Evelin Frerk

BERLIN. (gbs/hpd) Anlässlich des kirchlichen Missbrauchsskandals führte die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) ein Gespräch mit Karlheinz Deschner. Offensichtlich waren dessen Antworten jedoch zu pointiert, weshalb dpa plötzlich von der zugesagten Verbreitung des Interviews abrückte. Der Humanistische Pressedienst (hpd) dokumentiert nachfolgend, was deutschen Zeitungslesern vorenthalten wurde.

Link: http://hpd.de/node/9114

Offener Brief – Darf die Kirche weiterhin mit dem Namen „christlich“ Missbrauch und Etikettenschwindel betreiben?

OFFENER BRIEF

Herrn

Oliver Vollmering

c/o Sat.1 Norddeutschland GmbH

Landesstudio Hannover

Goseriede 9

30159 Hannover 19. März 2010

Sehr geehrter Herr Vollmering,

Sie haben in Ihrem Bericht über die Klage von sechs Freien Christen für den Christus der Bergpredigt gegen die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers in Ihrem Beitrag am 16.3.2010 in SAT 1 Regional leider unter anderem auch zu einem Stilmittel gegriffen, welches wir in unserer Klage vor dem Veraltungsgericht als lutherisch oder katholisch charakterisiert haben: die Unwahrheit oder Lüge.

Falls Sie einer dieser Institutionen angehören, wäre erklärbar, warum Sie in Ihrem Bericht wahrheitswidrig behaupten, die einzige Gemeinschaft, die sich christlich nennen darf, sei die Glaubensge- meinschaft der Kläger. Dies haben die Kläger nie behauptet.

Es ging auch nie um die Frage, ob die evangelische Landeskirche christlich sein darf oder nicht. Es wäre schön, wenn sie endlich Christus und nicht dem Despoten Luther die Ehre erweisen würde, wie sie das jetzt tut.

Es ging um die Frage, ob die Kirche weiterhin mit dem Namen „christlich“ Missbrauch und Etikettenschwindel betreiben darf.

Dass sich die Kirche trotzdem weiter christlich nennen darf, haben ihr konfessionell gebundene Richter erlaubt. Nicht nur in Hannover, sondern auch in einem Verfahren gegen die römisch-katholische Kirche vor dem Verwaltungsgericht Freiburg, wo ausdrücklich betont wurde, dass der Name „christlich“ nicht geschützt ist.

Daraus folgt: Jeder Lump, Verbrecher, Mörder, Sittenstrolch und Kinderschänder, jeder Kriegstreiber und Zuhälter, jeder Triebtäter und Räuber, jeder Waffenhersteller und Waffenhändler, einschließlich der Parteien, die Waffenhandel betreiben, und Funktionäre von großen Fernsehanstalten, ob sie lügen oder die Wahrheit sagen, jeder pädophile Priester oder Pfarrer, jeder Bischof oder Kardinal oder selbsternannte Papst können sich christlich nennen. Jeder, der sich den Amtskirchen zugehörig fühlt, einerlei was er denkt und tut, jeder kann sich christlich nennen. Alle können den Namen des Jesus, des Christus, missbrauchen.

Um von ihrem Etikettenschwindel abzulenken, ist es Tradition der Amtskirchen, andere mit Schmutz und Lügen übelster Art zu bewerfen. Es ist die Projektion dessen, was die Amtskirchen hinter dem Etikettenschwindel „christlich“ dem Bürger zu verheimlichen suchen. Offenbar ist noch nicht genügend von dem eigenen Schmutz, den die Kirchen, auch die evangelische Kirche, über andere ausgießen, an die Öffentlichkeit gedrungen. Aber die Schlagzeilen in den Medien werden sicher dafür sorgen, dass sich dies bald ändert.

Wie die Projektion der Unmoral der Amtskirche auf andere in der jüngsten Vergangenheit ausgesehen hat, können Sie unter anderem auch dem Buch „Des Satans Alte Kleider“ entnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gert-Joachim Hetzel

Prozess in Hannover: „Die Lutherkirche hat bestätigt, dass sie nicht christlich ist“

Freie Christen für den Christus der Bergpredigt in allen Kulturen weltweit

Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld

Pressemitteilung 16.3.2010

Prozess in Hannover

Die Lutherkirche hat bestätigt, dass sie nicht

christlich ist“

Darf sich die lutherische Kirche „christlich“ nennen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gerichtsverfahrens der Freien Christen für den Christus der Bergpredigt gegen die Landeskirche Hannover. Das Verwaltungsgericht Hannover wies zwar die Klage der Freien Christen ab, doch lediglich aus formalen Gründen: Die Kläger seien nicht klagebefugt.

Wir haben dennoch gewonnen“, so brachte es Freie Christen-Sprecher Dr. Gert-Joachim Hetzel auf den Punkt, „denn die Unchristlichkeit der Lutherkirche kam in diesem Verfahren klar zur Sprache – und wurde mit keinem Wort bestritten oder gar widerlegt.“

Die beklagte Kirche war nämlich zum Prozess gar nicht erst erschienen, um sich ihre Entlarvung nicht anhören zu müssen: „Martin Luther“, so Hetzel, „den uns die Kirche gerade wieder als strahlendes Vorbild verkaufen will, war in Wirklichkeit ein notorischer Judenhasser, ein Despot und Demagoge, ein Menschen- und Frauenverachter, ein Anstifter zu Mord an Bauern, Täufern und vermeintlichen ‚Hexen’. Mit Jesus von Nazareth hat das alles nicht das Geringste zu tun.“

Auch an den derzeitigen Kinderschänderskandalen habe die Lutherkirche mehr Anteil als bisher angenommen. Der

Haupttäter in den Missbrauchsfällen an der Odenwaldschule sei z.B. ein renommierter evangelischer Theologe, der von seiner Kirche bis heute gedeckt wurde.

Die Lutherkirche hat heute gekniffen und damit bestätigt, dass sie nicht als ‚christlich’ betrachtet werden kann. Das Wort ‚christlich’ kann heute jeder missbrauchen, auch Luther und seine Nachfolger“, so Hetzel. „Aber glauben tun ihnen immer weniger Menschen. Die Tage des Missbrauchs des Namens ‚christlich’ und des Etikettenschwindels sind gezählt.“

In einem ähnlichen Verfahren war vor wenigen Wochen eine Klage gegen die Vatikankirche vor dem Verwaltungsgericht Freiburg ebenso behandelt worden – auch hier hatte niemand der Auffassung widersprochen, dass die römisch-katholische Kirche nicht christlich ist.

Nähere Informationen: http://christus-oder-kirche.de/

Telefon 09391-50 42 13

Pädophiler ehemaliger Rektor der Odenwaldschule ist bedeutender lutherischer EKD-Theologe

Pädophiler ehemaliger Rektor der Odenwaldschule ist bedeutender lutherischer EKD-Theologe

Nur scheinbar verschaffen die Meldungen der jahrelangen massiven sexuellen Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule in Heppenheim der Kirche Luft. Denn der Haupttäter, der ehemalige Rektor, ist ein bekannter Theologe, der vor seinen Taten in Heppenheim nach eigenen Angaben zunächst „mehrere Jahre im kirchlichen Dienst tätig“ war (http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1999/0015.html).

So schrieb er bereits 1963 für die Kirchenzeitschrift „Amt und Gemeinde“ den Aufsatz „Gottesdienst und liturgische Erneuerung“ (Nr. 5/1963). Und auch nach seiner Zeit in Heppenheim-Ober-Hambach machte er weiter kirchliche Karriere, indem er u.a. in die Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland für Bildung und Erziehung berufen wurde. In seiner Funktion als Vertreter der evangelischen Kirche nahm Becker z.B. 1991 an der Tagung Schule in Hessen teil, wo es darum ging, gemeinsam mit dem Kultusminister „Grundfragen der Gestaltung von Schule“ zu „reflektieren“.

Dieser renommierte Theologe soll als Rektor der Odenwaldschule unter anderem einen damals 13-jährigen Buben ca. 400 Mal sexuell missbraucht bzw. vergewaltigt haben. Zur Methode des gläubigen Rektors habe es gehört, die Kinder zu wecken, indem er sich an ihren Genitalien zu schaffen machte. „Etliche Schüler“, so der Vorwurf eines Opfers, habe der Rektor sogar „in inflationärem Umfang sexuell missbraucht“ (Frankfurter Rundschau, 17.11.1999). Die Frankfurter Rundschau schreibt am 6.3.2010: Schüler berichteten, „wie sie als ´sexuelle Dienstleister` für ganze Wochenenden eingeteilt, wie sie zu Oralverkehr gezwungen wurden. Einzelne Pädagogen hätten gar ihren Gästen Schüler zum sexuellen Missbrauch überlassen“.

Diese Praktiken hatten zum Teil „verheerende Konsequenzen für die Opfer: Schwerer Alkoholmissbrauch über Jahre, massiver dauerhafter Konsum illegaler Drogen und kaum fassbares seelisches Leiden waren die Folgen.“ Zwei oder drei von dem protestantischen Theologen missbrauchte Kinder brachten sich später um“ (bild.de, 8.3.2010).

Vor kurzem erst machte die evangelische Kirche Schlagzeilen mit den Verbrechen an Heimkindern, wie sie von Spiegel-Redakteur Peter Wensierski in seinem Buch: „Schläge im Namen des Herrn“ beschrieben werden. Und nun ein weiterer Skandal.

„Wir müssen immer wieder feststellen, dass es manchen lutherischen Verantwortungsträgern ganz offenkundig an Unrechtsbewusstsein für ihre Taten mangelt. Offenbar folgen sie darin Luther nach, der den freien Willen des Menschen leugnete und seine Anhänger dazu aufrief: ‚Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer!’ Nur: Der Glaube, dass auch schwerste Sünden dabei unentdeckt bleiben, führt eben in die Irre.“ sagte dazu Dieter Potzel, ehemaliger lutherischer Pfarrer.

Klage gegen Evangelische-Lutherische Landeskirche

Verwaltungsgericht Hannover
– 6. Kammer –
Eintrachtweg 19
30173 Hannover

22. Februar 2010

h-h

Potzel u.a. ./. Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers6 A 4904/09

Zum Beweis dafür, dass die Beklagte nicht christlich ist und deshalb durch die Verwendung der Bezeichnung „christlich“ Namensmissbrauch und Etikettenschwindel betreibt, tragen wir ergänzend vor:

1. Es dürfte gerichtsbekannt sein, dass die Kläger auch die deutschen katholischen Bischöfe aufgefordert haben, sich nicht mehr „christlich“ zu nennen und deswegen gegen die Erzdiözese Freiburg beim Verwaltungsgericht Freiburg Klage erhoben haben.
Es dürfte aufgrund des breiten Echos, welches das Verfahren in der Öffentlichkeit ausgelöst hat, ebenfalls gerichtsbekannt sein, dass die Klage vom Verwaltungsgericht Freiburg in erster Instanz aus formalen Gründen abgewiesen wurde.

In tatsächlicher Hinsicht war das Verfahren jedoch ein voller Erfolg für die Kläger. Es wurde weder von der Kirche noch vom Gericht in Abrede gestellt, dass es sich bei der katholischen Kirche um ein Konglomerat aus heidnischen Versatzstücken des Baalskultes, des Mitras- und Isis-Kultes und anderer heidnischer Religionen handelt, das mit Christus nichts zu tun hat.

Ebenso wenig wurde die unendlich lange und leidvolle Liste schwerster Verbrechen von der Antike bis in die Gegenwart der Kinderschänderverbrecher in Abrede gestellt oder der Aussage von Karlheinz Deschner widersprochen.

Der weltweit anerkannte und vielfach preisgekrönte Schriftsteller Karlheinz Deschner verbreitet seit 1986 unwidersprochen sein Fazit: „Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche.“ (Die beleidigte Kirche, S.42/43).

Was die verbrecherischen Wurzeln anbetrifft, wird die Beklagte von Deschner in seinem Fazit ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Und auch was die Lehrinhalte anbetrifft, übt die Beklagte als Abspaltung von der römisch-katholischen Heidenkult-Lehre zwar einige der heidnischen Kulte nicht mehr so exzessiv aus, der Rest ist aber immer noch genauso wenig „christlich“ wie bei der römisch-katholischen Kirche.

2. Der Despot Luther:
Die Beklagte bekennt sich u.a. mit ihrem Namen zur Ideologie Martin Luthers. Lutherisch ist aber nicht „christlich“, denn Luther, seine Lehre und sein Wirken, ist despotisch und demagogisch, aber nicht „christlich“.

Luther, der bei der Beklagten und den übrigen evangelischen und lutherischen Kirchen als Glaubensstifter verehrt wird, ist nach heutigem Verständnis ein krimineller Despot, der von der Staatsanwaltschaft verfolgt würde. Martin Luther steht heute noch hoch im Ansehen. Seine Kirche geht in seinen Fußspuren; das bestätigte Hermann von Loewenich (bis 1999 evangelischer Landesbischof von Bayern) im Internet: Wir wollen das geschichtliche Erbe der lutherischen Tradition bewahren als unsere kulturelle und geistige Heimat.

Diese geistige Heimat, das Gedankengut und die Lehren des Despoten Luther, kann jeder nachlesen, der sich dafür interessiert. Eine hervorragende Zusammenfassung findet sich in dem Buch von Hans-Jürgen Böhm, „Die Lehre M. Luthers – ein Mythos zerbricht!“, Plech 1994.

Aus den Hetzreden und Mordaufrufen dieses Despoten, auf den die Beklagte gründet, seien hier nur einige wenige zitiert:

Luther fordert die Fürsten auf, die aufständischen Bauern zu töten: Steche, schlage, würge hier wer da kann. Bleibst du darüber tot, wohl dir, einen seligeren Tod kannst du nimmermehr erlangen. Denn du stirbst im Gehorsam gegenüber dem göttlichen Wort und Befehl. (Wider die stürmenden Bauern, Weimarer Ausgabe der Lutherschriften)

Luther fordert die Ermordung von andersgläubigen Predigern: … wenn sie gleich das reine Evangelium wollten lehren, ja wenn sie gleich Engel und Gabriel von Himmel wären … Will er predigen, so beweise er den Beruf oder Befehl … Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister, der Meister Hans [= Henker}  heisst …
Denn die anderen, so ohne Amt und Befehl herfahren, sind nicht so gut, dass sie falsche Propheten heißen, sondern Landstreicher und Buben, die man sollte Meister Hansen befehlen und nicht zu leiden sind (ob sie auch gleich recht lehrten)
, … (Tomos 5, S. 470)

Luther verleumdet die jüdische Bevölkerung und fordert ihre Verfolgung:
Wenn ich könnte, so würde ich ihn (den jüdischen Mitbürger) niederstrecken und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren.
… dass man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien.
… dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre …
… diese Taugenichtse und Ausplünderer sind keiner Gnade und keines Mitleids wert.
… dass man ihnen verbiete, bei uns … öffentlich Gott zu loben, zu danken, zu beten, zu lehren bei Verlust Leibes und Lebens … (
Martin Luther, Von den Juden und ihren Lügen, Wittenberg 1543)

Luther: Ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes, durchteufeltes Ding ist’s um diese Juden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.
Luther behauptet sogar, dass Mose, wenn er jetzt leben würde, der erste wäre, der die „Judenschulen und -häuser“ ansteckte.

Pfu euch hier und pfu euch dort und wo ihr seid, ihr verdammten Juden………. seid ihr doch nicht wert, dass ihr die Biblia von außen solltet ansehen, geschweige, dass ihr drinnen lesen solltet. Ihr solltet allein die Bibel lesen, die der Sau unter dem Schwanz steht und die Buchstaben, so da selbst herausfallen, fressen und saufen…..

Luther ruft auch zum Krieg und zum „Morden“ der türkischen Kriegsgegner auf: … und mit Freuden die Faust regen und getrost dreinschlagen, morden, rauben und Schaden tun so viel sie immer mögen …

Luther fordert den Tod von „Wucherern“: … so man die Straßenräuber, Mörder … rädert und köpft, wie viel mehr sollte man alle Wucherer rädern und ädern und alle Geizhälse verjagen, verfluchen und köpfen …

Luther fordert den Tod untreuer Partner: Warum tötet man die Ehebrecher nicht? und den Foltertod für Prostituierte: Wenn ich Richter wäre, so wollte ich eine solche französische giftige Hure rädern und ädern lassen.

Frauen mit magischen Fähigkeiten sollten nach Luther gefoltert und getötet werden: Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen … Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden. … Wenn sie sich nicht bekehren lassen, werden wir sie den Folterknechten befehlen.

Luther über behinderte Kinder: Wenn man aber von den teufelsähnlichen Kindern erzählt … so halte ich dafür … dass sie entweder vom Teufel entstellt … oder dass es wahre Teufel sind. Viele der behinderten Menschen, die evangelischen Behinderteneinrichtungen (z.B. in Neuendettelsau/Bayern) anvertraut waren, wurden in den Jahren 1940/41 schließlich mit Berufung auf die Staatslehre Luthers (Gehorsam gegenüber der Obrigkeit) den staatlichen Behörden ausgeliefert. Dass sie umgebracht werden, war den Verantwortlichen bekannt.

Schließlich wollte Luther noch den Papst umbringen: Der Papst ist der Teufel, könnte ich den Teufel umbringen, warum sollte ich’s nicht tun, auch mit Gefahr meines Lebens.
Du darfst nicht denken, dass der Papst ein Mensch sei, wie auch seine Anbeter sagen, dass er nicht allein ein Mensch, sondern Mensch und Gott gemischt sei. Aber Gott soll hier verstanden werden für den Teufel als gleich wie Christus leiblicher Gott ist also ist auch der Papst ein leibhaftiger Teufel.

Über die Wiedertäufer sprach Martin Luther u.a.: Die Wiedertäufer seien schon wegen ihrer Verwerfung des Predigeramtes und der reinen lutherischen Lehre des Todes würdig. (zitiert nach Mauerhofer/ Sessler. “Um des Glaubens willen“, GLV Bielefeld 1990)

Weiter sagte Martin Luther: Dieweil man doch sieht und greift, dass grobe, falsche Artikel in der Wiedertäufer Sekte sind, schließen wir, dass in diesem Fall die Halsstarrigen auch mögen getötet werden. (Tomos 8, S. 383 ff.)

Mit solchen und ähnlichen Lehren des Despoten Luthers ließen sich Seiten über Seiten füllen.

Es sind die konkreten Lebensanweisungen des Despoten Luther, dessen geschichtliches Erbe der lutherischen Tradition die evangelisch-lutherische Kirche als kulturelle und geistige Heimat bewahrt.

Deshalb ist es auch kein Zufall, wenn der katholische Massenmörder Hitler sich zur Rechtfertigung für den Massenmord an den Juden ausgerechnet auf Martin Luther berief und ihn als einen großen Mann pries: Er sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen. Und der evangelische Landesbischof Sasse pries angesichts der Reichskristallnacht Luther und Hitler im Verbund:

Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird……. damit der gottgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt….

Weitere Mordtaten in der Tradition der kulturellen und geistigen Heimat der evangelisch-lutherischen Kirche haben wir bereits in unserer Klagschrift ausgeführt.

Dass diese verbrecherischen und menschenverachtenden Lehren und Taten das genaue Gegenteil der Lehren des großen Friedens- und Weisheitslehrers Christus sind, wird selbst ein lebenslang indoktrinierter Lutheraner nicht in Abrede stellen. Damit steht fest, dass die Beklagte, in der kulturellen und geistigen Tradition des Despoten Luther steht, sie ist also lutherisch, und das macht ihr auch niemand streitig, aber sie ist nicht „christlich“. Sie schmückt sich zu Unrecht mit diesem Etikett und führt damit die Bevölkerung, den Staat und insbesondere den Steuerzahler hinters Licht, der dafür jährlich mit vielen Milliarden bluten muss.

Die Frage in diesem Verfahren lautet: Sind die Richter des Staates willens, die Bevölkerung vor diesem unseligen Namensmißbrauch und Etikettenschwindel zu schützen? Oder besteht auch heute noch die lutherische Tradition von der (un)heiligen Allianz von Staat und Kirche, die auch unter dem Heilsgruß soviel Unheil angerichtet hat?

Freie Christen haben schon vor Jahren zweimal die obersten Vertreter des Staates gebeten, der Lutherkirche bei der Befolgung der despotischen Lehren Luthers Einhalt zu gebieten. Die Reaktionen waren ebenso herablassend wie lutherisch. Das ist allerdings nur folgerichtig, wenn man die Nähe der obersten Staatsvertreter zur Lutherkirche, die dem Despoten Luther nachfolgt, berücksichtigt. Auch der Lebenslauf solcher Repräsentanten gibt oft Aufschluss über ihre unchristliche lutherische Weltanschauung. So berichtet der SPIEGEL am 23.11.1992, dass der hohe lutherische Kirchenfunktionär und spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker früher in der Geschäftsführung eines Chemiekonzerns tätig war, der Grundstoffe für die berüchtigten Giftkampfstoffe im Vietnamkrieg geliefert hat – Luther lässt grüßen!

Dr. Hetzel

Rechtsanwalt

Dr. Sailer

Rechtsanwalt

Freie Christen für den Christus der Bergpredigt
in allen Kulturen weltweit

Download: Potzel u.a. ./. Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers – 22.02.2010.pdf [17 KB]

Top

Druckbare Version

Church Before the Courts

Free Christians for the Christ of the Sermon on the Mount in All Cultures

Worldwide

Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld, Germany


Press Release Feb. 14 ,2010

Church Before the Courts

Apparently, No One Disputes Anymore

That the Church Is Unchristian”


May the Church continue to call itself “Christian? This question was the focal point

of a trial on Feb. 10, 2010 in Freiburg in Breisgau. Six plaintiffs, Free Christians for

the Christ of the Sermon on the Mount, wanted to have Archbishop Robert Zollitsch,

the President of the German Bishops’ Conference, enjoined from doing this. That this

was not achieved in the first instance before the Administrative Court of Freiburg was

no surprise to the plaintiffs: “We won, commented Dr. Gert-Joachim Hetzel on the

result as legal spokesman for the Free Christians. “This is a historic day. For hundreds

of years, the Church had people, who did not share their faith, indicted, tortured and

killed in the name of Christ. Now, for the first time, it has to answer before the court.

And during the trial, no one disputed the fact that until the present time, the Catholic

Church is considerably burdened with crime and can therefore only be declared un-

christian. ”

The plaintiffs not only pointed out the Church’s crimes in the past, but also the sexual

crimes by priests in the present, as well as, among other things, the ominous doctrine

of “eternal damnation, under which countless people suffer until today. However, in

the judges’ opinion, the plaintiffs lacked the so-called “right of action. They could not

prove that they are entitled, in the name of Jesus Christ, to defend his reputation

against the fraudulent labeling practiced by the Church.

The plaintiffs countered this by saying that according to the doctrine of the churches,

through baptism already as infants they had become a part of the “mystical body of

Christ, namely, of the Church. According to Hetzel, “That’s as close a blood relation

as you can get. He continued that if the court, however, considers this church doctrine

false, then it must intervene all the more now, because then it would have been de-

termined that for 1500 years, mankind has been led astray by a “false magic and the

name of Jesus, the Christ, is being trampled underfoot.

Prior to the trial, the judges refused to provide information on their denominational af-

filiation. It has not yet been determined whether the plaintiffs will appeal. On March

16, 2010, the Lutheran Church will also stand before the courts in Hannover. It was

also charged to no longer call itself “Christian.”

More information: http://www.christus-oder-kirche.de, telephone +49 (0)9391-50 42 13

„Die Kirche ist unchristlich – das hat niemand bestritten!“

„Die Kirche ist unchristlich – das hat niemand bestritten!“

Die Freiburger Verwaltungsrichter hätten an diesem Mittwoch im Februar 2010 die Chance gehabt, ein Stück Rechtsgeschichte und Kirchengeschichte  zu schreiben. Von den äußeren Voraussetzungen wären sie dafür eigentlich gut gerüstet gewesen – denn der große Gerichtssaal liegt im fünften Stock eines Hochhauses, das das winterliche Häusermeer der Umgebung um einiges überragt und einen weiten Ausblick verschafft. Doch um diesen Weitblick und Durchblick zu entwickeln, dazu hätte auch eine Portion Mut gehört.


Auch der ungewöhnliche Anlass hat sie nicht beflügelt, so wenig wie die ungewohnt drangvolle Enge im Gerichtssaal und auf den Fluren, die Fernsehkameras und Rundfunkmikrofone nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Spanien, Italien, Polen und Kroatien. Zwischen einer Baugenehmigung und einer Aufenthaltsbewilligung für einen ausländischen Mitbürger durften sie sich mit der spannenden Frage befassen: „Darf sich die katholische Kirche weiter als christlich bezeichnen?“


Durften sie? Oder mussten sie? Der Vorsitzende Richter Jens Michaelis hatte die brisante Verhandlung von vorne herein auf magere eineinhalb Stunden beschränkt, und die beisitzende Richterin war zwar gut geschminkt, trug aber demonstrative Langeweile zur Schau. Lediglich der berichterstattende Richter strahlte kurzzeitig so etwas wie Dynamik aus, als er in den Sachstand einführte und aufzählte, weshalb die sechs Kläger, allesamt „Freie Christen für den Christus der Bergpredigt“, der vatikanischen Kirche das „christlich“ absprechen wollen: Inquisition, Kreuzzüge, Hexenverfolgung, die Eroberung Amerikas kamen zur Sprache, aber auch die Rechtfertigung von Kriegen bis in die Gegenwart hinein, das zusammen geraubte Vermögen der Kirche, die unheilvolle Lehre der ewigen Verdammnis. Sexualverbrechen von Priestern wurden ebenso erwähnt wie die Misshandlung von Kindern und Jugendlichen in katholischen Erziehungsheimen bis in die 70-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Aktualität des Themas untermauerten mehrere Exemplare der am Montag zuvor erschienenen Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“, die auf dem Tisch der Kläger und im Publikum zu sehen waren. Das Titelbild zeigt einen Priester, der in der einen Hand die Bibel trägt, während er sich mit der anderen unter die Soutane fasst. Täglich melden sich in Deutschland gerade weitere Opfer zu Wort, die an kirchlichen Privatschulen missbraucht wurden, diesmal von Jesuiten.


Bestritten wurden all diese Vorwürfe während der gesamten Verhandlung von niemandem. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, ließ sich merkwürdigerweise durch einen protestantischen Anwalt vertreten, der keinerlei Anstalten machte, den christlichen Geist der Kirche zu beschwören. Es ging ihm statt dessen nur um juristische Dinge, vor allem um die Frage: Dürfen die Kläger überhaupt klagen? Sie bezeichnen sich als „Blutsverwandte“ des Jesus von Nazareth, des großen Liebe-Weisheitslehrers der Menschheit, die diesen vor einem Missbrauch Seines Namens schützen wollen. Aber können sie das auch beweisen?


Nachdem der Vorsitzende Richter sehr einsilbig bleibt, nützen die Kläger ihre Chance, der Öffentlichkeit darzulegen, welches Anliegen sie haben. Sie versuchen, die katholische Kirche mit ihren eigenen Waffen zu schlagen: Sie wurden als Säuglinge getauft und sind damit nach Lehre der Kirche Teil des „mystischen Leibes Christi“ – denn so nennt sich die Kirche. „Blutsverwandter geht es nicht“, sagt der Journalist Alfred Schulte. „Mit der Taufe wird jeder Gläubige zu einem Adoptivsohn von Christus“, sagt Dieter Potzel, ein ehemaliger lutherischer Pfarrer. „Und mit jeder Kommunion erneuert er diese Verbundenheit.“ Falls das Gericht dies jedoch nicht anerkenne, so stelle es fest, dass die Kirche hier einen „falschen Zauber“ verbreite, der mit Jesus nichts zu tun habe. Dann wäre ihre Klage umso berechtigter.


Die Richter schweigen. „Was soll ich den Kindern sagen, die zu mir in die Praxis kommen?“, fragt Dr. Peter Thurneysen, ein Psychotherapeut. „Sie erzählen mir, wie sie unter der Vorstellung einer ewigen Verdammnis leiden, die Jesus nie lehrte. Wer verhilft ihnen zu der Klarheit, dass eine Institution, die so etwas lehrt, niemals christlich sein kann?“ „Ich war selbst Richter“, sagt Dr. Gert-Joachim Hetzel, „und ich weiß, dass ein Gericht immer einen Weg findet, wenn es möchte.“ Und der Journalist Matthias Holzbauer fügt hinzu: „Sie müssen sich entscheiden, wem Sie dienen wollen: dem Volk oder der Kirche. Sie als Richter werden von den Steuergeldern des Staates bezahlt. Die Kirche zahlt keine Steuern, sondern sie nimmt sich Geld vom Staat, Subventionen in Milliardenhöhe. Wem also wollen Sie dienen?“ Nach katholischer Lehre müsse auch ein Laie in seiner Berufsausübung den Weisungen der Kirche folgen – doch die Richter hatten sich geweigert, im Vorfeld des Prozesses anzugeben, welcher Konfession sie angehören. Sie weigerten sich – doch jeder deutsche Bürger muss auf seiner Lohnsteuerkarte seine Konfession angeben, ob er will oder nicht – eine Vorschrift von 1933, als Adolf Hitler mit dem Vatikan ein Konkordat abschloss.


Die Richter ziehen sich zur Beratung zurück. Doch jedem im Saal ist klar, dass sie ihr Urteil längst gefällt haben: Die Klage wird abgewiesen. Und so kommt es auch. Die Sensation findet nicht statt. Der Vorsitzende Richter hebt gerade an, zu erklären, dass den Klägern die „Aktivlegitimation2 fehle. Da ertönt aus dem Publikum der Ruf: „Wo bleibt hier die Gerechtigkeit? Wo bleibt hier die Wahrheit?“ Sichtlich entnervt bricht der Richter die Urteilsverkündung ab und verlässt fluchtartig den Saal. Er hat seine „Pflicht“ getan – im Sinne der Kirche, der er möglicherweise selbst angehört.


Die Kläger sind jedoch keineswegs niedergeschlagen, eher kämpferisch gestimmt. Sie haben zwar den Prozess verloren, doch dennoch haben sie gewonnen. „Niemand hat bestritten, dass die Kirche nicht christlich ist“, sagt Dr. Hetzel in die Kameras. „Sie haben es nicht einmal versucht“. „Das ist ein historischer Tag“, sagt Matthias Holzbauer. „Jahrhundertelang wurden sogenannte Ketzer vor Gericht gestellt, weil sie angeblich den falschen Glauben hatten. Und heute stand zum ersten Mal die Kirche selbst vor Gericht. Die Wahrheit kommt mehr und mehr ans Licht – unaufhaltsam.“ „Die Justiz hat sich durch ihr gezieltes Ausweichen entlarvt und gezeigt, wem sie sich noch immer verpflichtet fühlt“, sagt Dr. Christan Sailer, Rechtsanwalt und einer der Kläger. Man werde prüfen, ob eine Revision angestrebt werde. Auf jeden Fall aber gehe die Aufklärung der „Freien Christen“ weiter: Am 16. März klagen sie in Hannover gegen die deutsche Lutherkirche: Sie soll sich nicht länger „christlich“ nennen.


© 2009 Universelles Leben e.V. • E-Mail: info@universelles-leben.org

Katholische Kirche vor dem Verwaltungsgericht Freiburg – Religiöser Verbraucherschutz auf dem Prüfstand

Freie Christen für den Christus der Bergpredigt in allen Kulturen weltweit

Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld

Pressemitteilung 1.2.2010

Katholische Kirche vor dem Verwaltungsgericht Freiburg – Religiöser Verbraucherschutz auf dem Prüfstand

Der Schutz des Verbrauchers im Verkehr mit Waren und Dienstleistungen ist in Deutschland eingehend geregelt. Niemand soll durch falsche oder irreführende Angaben getäuscht und hinters Licht geführt oder geschädigt werden. So kann durch die Gerichte beispielsweise untersagt werden, irreführende oder missbräuchliche Angaben im Rechtsverkehr zu unterlassen.

Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob ein ähnlicher Schutz des Bürgers im Bereich der Religion nicht wünschenswert wäre.

Einen Vorstoß in diese Richtung haben jetzt einige Bürger, die sich Freie Christen für den Christus der Bergpredigt nennen, in Richtung auf die Marktführer im religiösen Bereich unternommen. Sie haben analog den Verbraucherschutzvorschriften die katholische Kirche abgemahnt, den Gebrauch des Begriffs „christlich“ für ihre Konfession zu unterlassen.

Nachdem die katholische Kirche dieser Aufforderung nicht nachkam, erhoben sie Unterlassungsklage beim Verwaltungsgericht Freiburg. Dort wird am 10. Februar 2010 über diese Klage verhandelt.

Die Kläger, unter ihnen ein Theologe, ein Arzt, zwei Journalisten und zwei Juristen, weisen nach, dass die römisch-katholische Dogmatik mit der Person und der Lehre des Jesus von Nazareth, wie sie in den Evangelien überliefert ist, nichts zu tun hat, sondern weitgehend dazu konträr ist.

Die katholische Kirche hat die Argumente der Kläger nicht widerlegt. Sie vertraut darauf, dass der von den Klägern beanstandete Etikettenschwindel und die damit verbundene Irreführung der Bürger von den Freiburger Richtern nicht beanstandet wird. Es wäre in der Tat das erste Verfahren eines effektiven Schutzes des Bürgers vor religiösem Etikettenschwindel.

Ob die Freiburger Richter in der Lage sind, für die Bürger und gegen die katholische Kirche zu entscheiden, bleibt abzuwarten. Ihr religiöses Bekenntnis mochten die Richter den rechtssuchenden Bürgern nicht offenbaren. Inwieweit sie durch ihr Glaubensbekenntnis der katholischen Kirche verpflichtet sind, könnte aber für den Ausgang des Verfahrens nicht ohne Bedeutung sein.

Nähere Informationen: www:christus-oder-kirche.de Telefon 09391-50 42 13